Eine Kapelle hat aufgehört eine Kapelle zu sein

Nachdem die letzten Patienten und die Mitarbeiter entlassen, die Ordensschwestern und Pater Josef Pirzkall verabschiedet worden waren, fand nun am Mittwoch, den 28. Dezember 2011, die letzte Heilige Messe, gemeinsam zelebriert von Pfarrer Heribert Ferber, Pater Josef Pirzkall und Pater Werner Bach, in der Kapelle des Marienkrankenhauses Wimbern statt. Wie schon bei den Verabschiedungen waren auch an diesem Abend viele Gläubige in die Kapelle gekommen. Nach dem Evangelium verlas Pfarrer Ferber das

 


Dekret

über die Profanierung der Kapelle B.M.V. im Marienkrankenhaus Wickede - Wimbern
im Bereich der Pfarrei St. Antonius von Padua Wickede


Aufgrund der Schließung des Marienkrankenhauses wird die dortige Kapelle aufgegeben.
Die zukünftige Verwendung des Gebäudes ist ungewiss.
Die oben genannte bisherige Kapelle wird daher hiermit profanen Zwecken zugeführt.
Für die Übertragung des Allerheiligsten ist durch den Ortspfarrer Sorge zu tragen.
Die sakralen Gegenstände sind aus der Kapelle zu entfernen.
Durch dieses Dekret wird auch der Altar profanen Gebrauch zugeführt.
Die Reliquien aus dem Altarstein sind im Bischofshaus zu hinterlegen.

 

Zum letzten Mal läutete nun auch die Glocke.

Im Anschluss an den letzten sakramentalen Segen nahm Pfarrer Ferber die Profanierung vor:

Er entnahm der Monstranz die Hostie und legte sie in das Ciborium.

Ordensschwestern löschten die Altarkerzen.

Sie löschten das ewige Licht.

Sie räumten den Altar ab.

Das Allerheiligste wurde in die Sakristei getragen und kommt dann in die Klosterkirche.

Die Tabernakeltüren bleiben geöffnet.

 

Die Kapelle gilt nun nicht mehr als geheiligter Raum für Gottesdienste.

Ein trauriger Moment.

Eine Kapelle hat aufgehört eine Kapelle zu sein.

 

Bildergalerie

Lydia Münstermann
Fotos: Anne Reuter & Lydia Münstermann

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