Gründungsfest

Für einige Mitglieder der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte der Pfarrei St. Antonius von Padua und St. Vinzenz Wickede begann der Tag des Gründungsfestes schon früh um 6:00 Uhr. Da die Gemeindehalle wegen einer privaten Feier am Vortag noch belegt war, konnte somit erst am frühen Morgen die Halle dekoriert werden. Aber auch hier zeigte sich das Miteinander. Weil viele Hände mit anpackten, konnten alle rechtzeitig zum Festhochamt in der St. Antonius-Kirche sein. Die hl. Messe, die musikalisch vom Kolpingchor begleitet wurde, zelebrierten Dechant Dr. Gerhard Best, Pfarrer Heribert Ferber, Vikar Christoph Severin und Diakon Eugen Frankenberg gemeinsam. Pfarrer Ferber begrüßte die zahlreich erschienen Gläubigen und betonte, dass sie auch in der neuen Pfarrei ihre Heimat, ihre religiöse Heimat bewahren sollen.

In seiner Predigt bezog Dechant Dr. Best sich auf ein Sprichwort, wenn der Wind der Erneuerung komme, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen, oder passend zum Motto unserer Pfarreineugründung, Brücken. In dieser kirchlichen stürmischen Zeit kann man sich durch Mauernbauen abschotten, aber Kirche, die sich zurückzieht, geht jämmerlich unter. Wind kann entwurzeln, aber auch Zeichen des Heiligen Geistes sein. Richtig genutzt, kann er zum Segen werden. Er sei sich sicher, dass die Gemeinden St. Antonius und St. Vinzenz den Wind zum Guten nutzen, da sie keine Mauern bauen, sondern Brücken. Sie sollen nicht vergessen, was war und was auch weiter geschätzt werden soll, aber auch bedenken, dass vieles neu gestaltet werden kann. Vor Ort sollen sie schauen, was nötig ist, dabei dürfen auch Fehler gemacht werden. So kann es auch keine einheitlichen Regeln für Pfarreineugründungen geben.

Gründungsfest

Gründungsfest

 

Die Taufberufung soll gefördert, lebendig gehalten werden. Darunter fällt auch das Ehrenamt, dass für die Gemeinden so wichtig ist. Auch solle der Blick auf die Menschen gerichtet sein, die den Gemeinden oder Gott fern stehen. Wir Christen haben die Aufgabe, die Menschen auf Jesus hinzuweisen.
Pastorale Orte sollen gesucht und geschaffen werden.
Nach dem Prinzip - sowohl als auch  - soll viel Bewährtes behalten, aber auch viel Neues zugelassen werden. Aber bei aller Anstrengung und Engagement beim Brückenbauen sollen wir die Geduld nicht verlieren.

Beim anschließenden Empfang in der Gemeindehalle, der von der Schola St. Vinzenz musikalisch begleitet wurde, begrüßte Brunhilde Pieper die Anwesenden und griff auch die Predigt von Dechant Dr. Best auf. Der Wirbelwind habe viel durcheinandergebracht, aber viel wurde bereits neu sortiert. Auch sie betonte, dass die Brücke stehen, stabil und belastbar sein muss. Das Grundgerüst sind wir Christen, die in diesen Gemeinden leben und das Gemeindeleben mitgestalten, damit ein gutes Miteinander gelingt. In einem von Pfarrer Ferber geführten Interview (nebeneinander oder miteinander) mit den Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte sowie den stellvertretenden Vorsitzenden der Kirchenvorstände der neuen Pfarrei wurde auch ein Rückblick auf das vergangene Jahr gehalten, auf den Weg zur Neugründung. Gutes aus Wickede und Gutes aus Echthausen wird zu einem guten Ganzen. Wir können und werden eine Gemeinde sein. Das Vertrauen untereinander und aufeinander ist die Grundlage für die Zukunft unserer Kirche.

Gründungsfest

Eine Bildergeschichte zeigte auf lockere Art die Zukunft unserer Pfarrei, zwei betagte Radfahrer (Anton und Vinzenz) stoßen im Kreuzungsbereich zusammen, die Räder sind zerstört, aber aus den brauchbaren Resten wird ein Tandem gebaut, und gemeinsam radeln sie weiter. Die Herren Pieper und Bauerdick ließen es sich nicht nehmen, anschließend auf einem Tandem durch die Halle zu radeln.

Kindergartenkinder aus Wickede unterhielten die Anwesenden durch einen toll einstudierten und vorgeführten Engelstanz und mit Unterstützung der Schola wurde von allen anwesenden Festgästen ein etwas abgeänderter Text aus dem Musical über die hl. Elisabeth "Dies ist der erste Schritt in eine neue Zeit" gesungen.
Grußworte gab es anschließend vom evangelischen Pfarrer Dr. Christian Klein, der auch ein Geschenk mitbrachte, sowie von Pfarrer i.R. Peter Bornhoff.

Pfarrer Ferber bedankte sich zum Schluss  bei allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Festaktes geholfen und so zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

Bildergalerie

Lydia Münstermann

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