Mehrtagesfahrt der Frauengemeinschaft

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Aus Anlass des 90jährigen Bestehens der Frauengemeinschaft St. Antonius wurde eine Mehrtagesfahrt besonderer Art vorgenommen. Sie führte vom 16. bis 18. September 2005 in den Osten Deutschlands, und zwar ins Mansfelder Land.

Erstes Ziel war die Lutherstadt Eisleben, wo auch Quartier bezogen wurde. Unter fachkundiger Führung wurden das Geburts- und Sterbehaus des Reformators Dr. Martin Luther besichtigt sowie die Kirche St. Gertrud als erste katholische Kirche der Stadt und die evangelische St. Andreaskirche mit der Lutherkanzel.

Ein besonderes Erlebnis war die Nachtwanderung mit dem Nachtwächter Ambrosius, der bei Dämmerlicht weitere Sehenswürdigkeiten der historischen Stadt zeigte, unter anderem den Marktplatz mit dem Lutherdenkmal. Durch seine interessanten und humorvollen Ausführungen hinterließ er bleibende Eindrücke von der Stadt. Da auf den Wiesen die größte mitteldeutsche Kirmes stattfand, konnte die Gelegenheit zum Bummel über den Kirmesplatz genutzt und im Riesenrad der nächtliche Ausblick auf die Stadt und den Kirmesplatz genossen werden.

kfd-Mehrtagesfahrt

Die Landschaft des Mansfelder Landes ist durch ihre Bergbauvergangenheit geprägt. Seit mehr als 800 Jahren lebte man vom Abbau von Kupferschiefer. Heute sind diese Schächte geschlossen. So wurde am nächsten Tag das Bergbaumuseum Röhrigschacht Wettelrode in Sangerhausen besucht, wo eine Schachteinfahrt auf die Frauen wartete. Mit Schutzkleidung, Schutzhelm und Grubenlampe angetan ging es im Förderkorb in ca. 300 m Tiefe. Anschließend erfolgte eine ca. 1 km lange Fahrt mit der Grubenbahn. Auf einem 200 m langen Führungsweg wurde die Abbauentwicklung des Kupferschiefers von den Anfängen um 1200 bis zur Einstellung des Bergbaus im Jahre 1990 direkt vor Ort eindrucksvoll vermittelt. So konnte die schwere körperliche Arbeit der Bergleute und die Belastung des Bergmanns durch das Betreiben verschiedener bergmännischer Druckluftgeräte nachvollzogen werden. Anschließend wurden die Ausstellungsräume besichtigt.

Der Nachmittag wurde für den Besuch des Europa Rosariums in Sangerhausen genutzt. Bei schönem Sonnenwetter genoss man auf einem ca. 12,5 ha großen Gelände die größte Rosensammlung der Welt.

Ein besonderes Erlebnis war am Sonntag der Besuch des Klosters St. Marien zu Helfta. Das völlig zerstörte Kloster wurde in sechs Jahren mit Spenden wieder aufgebaut. Mittlerweile leben dort 13 Zisterzienserinnen. Nach dem Gottesdienst in der Klosterkirche erzählte die Äbtissin Maria Assumpta den Frauen anschaulich und offen vom Wiederaufbau der Klosterkirche und des Klosters. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen wird das Kloster nach Aussage der Äbtissin von der dort lebenden Bevölkerung gut angenommen.

Die Rückfahrt führte die Frauen noch nach Quedlinburg, einer reizvollen, über 1000 Jahre alten mittelalterlichen Stadt. Auf der Stadtrundfahrt mit der Quedlinburger Bimmelbahn durch die teilweise engen Strassen konnten die malerischen Fachwerkhäuser mit den oft reich geschmückten Fassaden bewundert werden. Nach dem Kaffeetrinken in einem gemütlichen Cafe in Quedlinburg wurde dann die Heimreise angetreten.

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